Cover Walfangreisen der Bark Petrel

Manfred Stein – Karl-Hermann Kock – Reinhard Krause – Gerd Wegner
WALFANGREISEN DER BARK PETREL
Tagebücher von Julius Jacobsen, Augenzeuge der Dezimierung der Pottwale 1877–1884

Gebunden mit Schutzumschlag • 16 x 26 cm • 534 Seiten

€ (D) 29,95 • € (A) 30,80 • SFr* 41,90
ISBN 978-3-7822-1318-9

Der Pottwalfang ist im öffentlichen Bewusstsein untrennbar mit dem Roman „Moby Dick“ von Herman Melville und dem gleichnamigen Film mit Gregory Peck in der Hauptrolle verbunden. Ganz authentisch, mit einer Spur von Abenteuerromantik, berichten über den Walfang die Tagebücher eines Offiziers der Walfangbark Petrel: Julius Jacobsen (1844 – 1889). Er war im dänisch regierten Rendsburg geboren und aufgewachsen. Seit Ende 1866 suchte er in den USA sein Glück und heuerte auf den segelnden Pottwalfängern aus New Bedford an, zu langen, mehrjährigen Reisen. Er erlebte die Endphase des Walfangs mit Handharpune und geruderten Walbooten mit. Strapazen und Langeweile bestimmten den Alltag auf den Seglern. In seinen Tagebüchern berichtet Jacobsen von vielen ereignislosen Tagen, immer Ausschau haltend nach dem nächsten Fang, aber auch von der erbarmungslosen und brutalen Jagd auf die Wale, um Tonnen von Tran an Bord der Schiffe zu kochen.

Das Internationale Maritime Museum in Hamburg konnte die beiden bedeutenden und einzigartigen Original-Tagebücher Jacobsens vor kurzem erwerben. Manfred Stein transkribierte sie umsichtig, die Mitautoren Karl-Hermann Kock, Reinhard Krause und Gerd Wegner steuerten Wissenswertes zur Nautik, zum historischen und modernen Walfang sowie zur Person des Autors bei. Entstanden ist ein Buch, das auch Herman Melville mit Sicherheit gelesen hätte und viele interessante Fragen aufwirft – nicht nur für Meeresforscher.

Zu den Autoren

Manfred Stein, geboren 1945, hat an der Universität Kiel Physikalische Ozeanographie studiert. Von 1974 bis 2010 war er Leiter der Abteilung Fischereiozeanographie im Institut für Seescherei, Hamburg. In dieser Funktion hat er viele Forschungsreisen unternommen. Von 1985 bis 2009 war er Vorsitzender von wissenschaftlichen Komitees der Nordwestatlantischen Fischerei Organisation (NAFO) in Halifax, Nova Scotia, Kanada. Seit seiner Pensionierung 2010 ist der Autor ehrenamtlicher Mitarbeiter im Altonaer Museum und im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg.

Karl-Hermann Kock, geboren 1948, war nach seinem Studium der Fischereibiologie, Zoologie und Botanik an der Christian- Albrechts-Universität Kiel von 1975 bis 2013 beim Institut für See-Fischerei, Johann Heinrich von Thünen Institut, und dem Bundesforschungsinstitut für ländliche Räume, Wald und Fischerei beschäftigt. Seit 1984 ist er Vertreter Deutschlands im Wissenschaftsausschuss des „Übereinkommens zum Schutz der marinen lebenden Ressourcen der Antarktis“ (CCAMLR), wo er von 1987–1996 auch als Vorsitzender der Fischarbeitsgruppe und des Wissenschaftsausschusses tätig war. Von 1987-2014 war er Vertreter Deutschlands im Wissenschaftsausschuss der Internationalen Walfangkommission (IWC) und von 1996-2013 Berater des Bundesumweltministeriums in Fragen des „Abkommens zum Schutz der Kleinwale in Nordostatlantik, Nordsee und Ostsee“ (ASCOBANS).

Reinhard Krause, geboren 1945, begann seine Laufbahn als Schiffsoffizier und beendete 1981 ein Physikstudium an der Universität Hamburg. Seit 1984 ist er Mitarbeiter am Alfred-Wegener- Institut für Polar- und Meeresforschung und war Teilnehmer zahlreicher Schiffsexpeditionen in die Arktis und Antarktis. Sein Forschungsgebiet ist die Entwicklung der Naturwissenschaften im 19./20. Jahrhundert mit den Schwerpunkten Polar- und Meeresforschung, Nautik.

Gerd Wegner, geboren 1947, arbeitete 40 Jahre als (Fischerei-)Ozeanograph im Deutschen Hydrographischen Institut und im Institut für See-Fischerei in Hamburg, einschließlich alljährlicher Seereisen mit Forschungsschiffen in Ost- und Nordsee sowie Nord- und Südatlantik. Aus der schon zu Studienzeiten als Hobby begonnenen Begeisterung für die Geschichte der Meereskunde erwuchsen eine Reihe Veröffentlichungen und Bücher. Nach dem Ende des Berufslebens arbeitet er weiterhin an historisch-meereskundlichen Themen.

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